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Warum wir bitteren Geschmack mögen

23.09.2012

Vielleicht kennen Sie ja die gemeinhin akzeptierte Ansicht, dass der Geschmack "Bitter" aus evolutionären Gründen hauptsächlich als Warnung vor giftigen Pflanzen und Tieren zu Stande gekommen ist. Wir möchten uns heute mit der Frage beschäftigen, warum wir dennoch die feine Bitterkeit von Schokolade und anderen Genussmitteln genießen können.

Dazu muss man sich zunächst bewusst machen, was den Geschmackseindruck "Bitter" überhaupt ausmacht, und wie er entsteht. Er wird nämlich nicht von einem einzelnen Stoff hervorgerufen, wie es zum Beispiel bei Zucker der Fall ist (Geschmackseindruck: Süß). Die verschiedensten Substanzen können Bitter schmecken: Aminosäuren, Peptide, Alkaloide, Phenole, Glycoside, Carbamate, Isoprenoide und etliche mehr, manche davon nur im Zusammenspiel mit anderen. Da wundert es natürlich nicht mehr, dass Bitter nicht gleich Bitter ist und jede Schokolade auf höchst eigene, komplexe Weise bitter oder herb schmecken kann. Im Gegensatz zu vielen anderen Geschmäckern nehmen wir Bitterkeit nur im Mund war und nicht mit der Nase. Dort sind jedoch rund 25 verschiedene Rezeptoren dafür zuständig (für "süß" reicht ein einziger), die sogar von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind.

Doch wieso finden wir nun gefallen daran? Die Wissenschaft ist sich in diesem Punkt noch nicht ganz einig. Klar ist jedoch, dass dies im Kindesalter noch nicht der Fall ist. Kaum ein Kind isst gerne bittere Artischocken oder herbes Lakritz. Das Bittere zu mögen müssen wir erst "lernen". Wir lernen Gemüse zu mögen, weil es Gesund ist. Wir lernen Kaffee zu mögen, weil er uns belebt. Wir lernen Alkohol zu mögen, weil er uns entspannt. Manch einer schluckt sogar bittere Medizin, in der Hoffnung, sie heilt ihn. Nichts hat größeren Einfluss auf unsere geschmacklichen Vorlieben als unser kulturelles Umfeld. Schlussendlich lernen wir wahrscheinlich so, zwischen der "guten" und der "schlechten" Bitterkeit zu Unterscheiden und verbinden mit ihr nicht länger nur negative, sondern auch verschiedene positive Eigenschaften.

Doch das ist sicherlich nur eine Sicht auf die Welt der Bitterstoffe in unseren Lebensmitteln. Bitterkeit, vor allem in Schokolade, wird immer eine gewisse Tiefgründigkeit und Komplexität besitzen, die es - wenn man sie schon nicht erklären kann - zu erforschen gilt. Dazu möchten wir hier auf Edelbiter anregen und Hilfe dazu anbieten.


Informationsquelle: Artikel "Nicht nur ein paar Tropfen Wermut" aus der F.A.S. vom 10. Juni 2012

Willkommen auf dem neuen Edelbiter.de

10.08.2012

Endlich ist es soweit, die Schokoladenseite des Internets erstrahlt in neuem Glanz. Während des letzten halben Jahres haben wir viel Denkarbeit in diese Neuauflage gesteckt, um unser Angebot schöner und praktischer für Sie zu machen. Vor allem schöner, im Vergleich zu unserer alten Tumblr-Seite.

Eine kleine Führung: Auf der Startseite findet sich oben der aktuellste Schokoladentest oder ein anderer Beitrag und unsere aktuellsten Twitter Meldungen. Direkt darunter befindet sich schon die komplette Liste der verkosteten Schokoladen. Damit hat man das wichtigste sofort zur Hand. Die Liste kann nach verschiedenen Parametern geordnet und über ein Suchfeld gefiltert werden.

Unsere gesammelten Schokoladentests finden sich jetzt unter Katalog, wo zunächst wie gewohnt die neuesten ganz oben stehen. Der Katalog kann jedoch beliebig umsortiert und nach Kategorien gefiltert werden. Außerdem steht eine Listenansicht zur besseren Übersicht zur Verfügung. Neuigkeiten und Berichte sehen Sie jetzt nach einem Klick auf Blog. Davon möchten wir von nun an mehr veröffentlichen als bisher.

Noch gibt es keine ganz neuen Inhalte, das wird sich in den nächsten Wochen jedoch schnell ändern. Inhalte für die Design-Kategorien werden demnächst nachgereicht. Selbstverständlich sind wir auch weiterhin für Verbesserungsvorschläge offen.

Viel Spaß wünschen die Edelbiter.

Woher bekommen wir unsere Schokolade?

08.08.2012

Hallo liebe Freunde der edlen Bitterkeit,


Unsere ursprüngliche Intention war es, hier alle leicht erhältlichen Edelbitter Schokoladen Deutschlands vorzustellen. Wie am aktuellen Test der Schokolade auf Görlitz zu erkennen ist, haben wir diese Vorgabe verworfen. Auf diese Weise haben wir eine größere Vielfalt und die eine oder andere Schokolade extravaganza mehr zur Auswahl. Darüber hinaus wird uns mittlerweile fast jede zweite Schokolade von Lesern zur Verfügung gestellt. Wir haben also weniger Kontrolle darüber, welche Schokoladen verköstigt werden.

Es ist Ihnen vielleicht bereits aufgefallen: Wir fügen neuerdings jedem unserer Testberichte unter den Nährwertangaben die Information zu, wo die getestete Schokolade erhältlich ist. Wir haben diese auch in jedem älteren Test nachträglich eingefügt. So können Sie als Leser erkennen, wie selten das jeweilige Produkt ist. Häufig steht dort nur “in verschiedenen Supermärkten”, viele Schokoladen sind allerdings nur in bestimmten Märkten erhältlich. Sollte die Angabe einmal nicht genügen, um Ihre Wunschschokolade zu finden, können Sie uns gerne kontaktieren. Zu erreichen sind wir über Facebook und Twitter und via E-Mail: beschwerden{at}edelbiter.de


Wir freuen uns auch immer sehr über Anregungen, welche Produkte wir noch testen sollten und wie wir unsere Methoden weiter verbessern können. Weiterhin viel Vergnügen beim durchstöbern unserer Sammlung.

Herzinfarkten keine Chance

08.08.2012

Ein Jedermann hat ja sicherlich schon gehört, dass Schokolade mit einem hohen Kakao-Anteil gesund ist. Grund genug, das einmal näher zu betrachten.

Natürlich enthält edelbitter Schokolade einen hohen Fettanteil und auch immer Zucker, was auf den ersten Blick nicht gesund klingt. Wenn man sich jedoch ein wenig genauer mit dem Thema befasst, stößt man schnell auf die Begriffe Polyphenole und Flavanole/Flavanoide. Polyphenole sind aromatische Verbindungen, die als natürliche Farbstoffe und Geschmacksstoffe dienen und Flavanoide sind sekundäre Pflanzenstoffe. Man könnte nun denken „Warum ist das nun gesund? Farbstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, da trink ich doch lieber ein Glas O-Saft“.

In der Regel lässt sich sagen: Je höher der Kakaomasse-Anteil einer Schokolade ist, desto höher ist in der Regel ihr Gehalt an Polyphenolen. Diese haben laut etlicher Studien einen durchaus positiven Effekt auf die menschliche Gesundheit. So wurde bewiesen, dass die Polyphenole aus der Schokolade ins Blut aufgenommen werden und sie entzündungshemmend und krebsvorbeugend wirken. Zudem sollen die Eigenschaft besitzen, Körperzellen vor freien Radikalen zu schützen, zur Verlangsamung der Zelloxidation beitragen und die wohl beste Eigenschaft: Sie vermindern Fettablagerungen in den Blutgefäßen und beugen somit Aterienverkalkungen und Herzinfarkten vor.

Flavonoide wirken antioxidativ und besitzen somit ebenfalls positive Eigenschaften für das Herz-Kreislauf-System, stellen nämlich einen enormen Schutzfaktor für dieses dar. So zeigte zum Beispiel die Hollenberg Studie, in welcher 27 Personen fünf Tage lang ein Kakao-Getränk mit besonders vielen Flavonoiden und Polyphenolen zu sich nahmen, dass sich die Blutgefäße der Tester besser erweitern. Somit ist dunkle Schokolade sehr gesund für Menschen mit hohem Blutdruck. Diese beiden Stoffe bringen Schokoladen mit hohem Kakao-Anteil auf einen Nenner mit Äpfeln, Brokkoli und Aprikosen. Ein Grund mehr für edelbitter Schokolade.

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